Aktuell

Seminar am 24.11.2018 mit Dr. Rapf
Herz außer Takt – Vorhofflimmern und Gerinnungshemmung
Arzt-Patienten-Seminar im Rahmen der Herzwoche der Deutschen Herzstiftung
Uhrzeit: 09:00 - 12:00      
Lokalität: Klinikum Süd, Speisesaal im Erdgeschoss
Straße: Breslauer Str. 201
Ort: 90471 Nürnberg
 
 

Influenza 2018/19

Der trivalente Influenzaimpfstoff hatte eine Lücke im Influenza im Typ B- deshalb gab es im Winter 2017/2018 so eine schwere Influenza Epidemie. Die STIKO (ständige Impfkomission) hat festgelegt dass der Influenza Impfstoff 2018/2019 ein tetravalenter Impfstoff sein muss, ohne Zuzahlung. Für jeden Patienten steht ab Oktober 2018 dieser Impfstoff zur Verfügung. Die Durchimpfungsrate ist viel zu niedrig – dies ist ein Grund warum es zu der schweren Epidemie kam und zum Engpass in der stationären Versorgung.

Auch im med. Versorgunsbereich, in Schulen, Universitäten, allen Berufen mit Publikumskontakt muss mehr geimpft werden. Jeder chronisch Kranke – dazu zählen auch Allergie und Asthma und Hypertonie – muss sich gegen die Influenza Ende Oktober bis Anfang November impfen lassen. Erst nach 2 Wochen hat unser Immunsystem genügen Antikörper aufgebaut um gegen eine Influenza Infektion Abwehrkräfte mobilisieren zu können. Gerne nehmen wir die Impfung bei Ihnen vor.

Lieber Allergiker: Denken Sie bitte bei geplanter Immuntherapie gegen Pollen oder Hausstaubmilben rechtzeitig daran einen Termin zur Ersteinnahme zu vereinbaren.

Pneumokokkenimpfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Erwachsenen ab einem Alter von 60 Jahren eine Impfung gegen Pneumokokken. Hierfür sollte ein Pneumokokken-Impfstoff, der gegen 23 verschiedene Pneumokokken-Typen schützt (PPSV23), verwendet werden.

Wegen der begrenzten Dauer des Impfschutzes gegen Pneumokokken hält die STIKO die Auffrischung mit einem Mindestabstand von 6 Jahren aus medizinischer Sicht eigentlich für alle Erwachsenen ab dem Alter von 60 Jahren für sinnvoll.

Darüber hinaus wird die Impfung gegen Pneumokokken allen Personen mit erhöhtem gesundheitlichem Risiko aufgrund von bestimmten Vorerkrankungen oder mit beruflichem Risiko empfohlen. Hierzu gehören Personen

  • deren Immunsystem geschwächt ist – sei es aufgrund angeborener Defekte des Immunsystems, fehlender oder nicht funktionsfähiger Milz, einer HIV-Infektion, einer Knochenmarks- oder Organtransplantation oder aus anderen Gründen.
  • die an chronischen Erkrankungen wie Diabetes, chronischen Erkrankungen des Herzens oder der Atmungsorgane  sowie Leber- oder Nierenkrankheiten oder Erkrankungen des Nervensystems leiden.
  • die ein erhöhtes Risiko für eine Hirnhautentzündung haben – z. B. bedingt durch ein Cochlea-Implantat oder eine Liquorfistel.
  • die berufsbedingt ein erhöhtes Risiko haben (Schweißen und Trennen von Metallen, Risiko durch Einatmen von Metall-Rauchen).

News:
Umwelt und Atemwege

Die berufliche Belastung durch Pestizide und Herbizide und biologische Feinstaub Exposition führt zu einer fixierten Verengung der Atemwege und zu chronischer Bronchitis.

 

Luftverschmutzung durch Nutzviehbetriebe und
Lungenfunktion der Nachbarn

Eine Studie an 2308 Erwachsenen in  Holland zeigte dass im Umkreis von 500-1000m vor allem die erhöhte Ammoniak Konzentration –NH3 – assoziiert mit Atemwegserkrankungen. Feinstaub macht sich im direkten Kontakt bemerkbar.

 

Umwelt und Schwangerschaft

Kumulative Nitrat Exposition – NO3-in der Schwangerschaft kann in Verbindung mit Stress zu erhöhtem Auftreten von Asthma bei dem Neugeborenen führen. Besonders sensitive Phasen sind die 7.-19. SSW und die 33.-40. SSW.

 

Asthma und Vitamin D

Vit D Supplementierung reduziert nur bei Patienten mit niedrigen Vitamin D Spiegel (<25nmol/L) die Rate an Asthma  Exazerbationen = Verschlechterung bei Patienten, die mit Kortison Tabletten behandelt werden.

Schule und Gesundheit

Die Gesundheitserziehung in den Schulen muss weiter gestärkt werden.

Kinder aus einkommensschwachen Familien oder Familien mit Migrationshintergrund zeigen auch weiterhin signifikant schlechtere Gesundheitskompetenz und Ernährungszustand. Die Schule als Bildungsort für alle Kinder kann Bildungsgerechtigkeit nur gewährleisten wenn ein multiprofessionelles Team mit Lehrern, Ernährungsberatern, Ärzten,  Ernährungsberatern die Lehrer unterstützen. Weiterhin sollte natürlich Ernährung, regionale biologische Erzeugung und auch Kochen mit dem lokal angepflanzten Gemüse und Obst für alle Stufen ein Unterrichtsfach sein.

Einfordern sollten die Eltern weiterhin einen Schulgarten .

Nur Kinder die wissen woher unser Essen kommt können auch bewusst damit umgehen.

Umwelt und Gesundheitserziehung betrifft die Zukunft der Menschheit so entscheidend, dass die Eltern diese Weiterbildung in den Schulen einfordern sollten. Die Politik bewegt sich zu langsam.

Früherkennung von COPD

Jeder Raucher sollte eine Messung der Lungenfunktion erhalten um frühe Anzeichen von chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) oder Lungenkrebs zu erkennen. Raucher sollten unbedingt mit dem Thema „Professionelle Tabakentwöhnung“ bei jedem Arztkontakt konfrontiert werden.

Rauchen verursacht 85% der sehr häufigen Lungenerkrankung COPD. Das gleiche gilt für den Lungenkrebs – die dritthäufigste und gleichzeitig tödlichste Krebserkrankung in Deutschland.

Liebe Raucher auch wenn Sie sich gesund fühlen und den „Raucherhusten“ nicht wahrnehmen, sollten Sie eine Lungenfunktion erhalten. Die frühe Diagnose erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. Je schneller Betroffene das Rauchen aufgeben können, desto mehr verbessern sich die Symptome Husten, Atemnot, Atemwegsentzündung, gestörter Schlaf, Aussehen.

Die Facharztverbände fordern seit langem ein weitreichendes Tabakwerbeverbot. Um Kindern und Jugendliche vor dem Einstieg in die Raucherkarriere zu schützen und den Rauchern den Ausstieg zu erleichtern ist ein gesetzliches Verbot der Zigarettenwerbung im öffentlichen Raum erforderlich. Leider ist es bislang nicht gelungen das überfällige Verbot für die Zigarettenwerbung im Außenbereich und im Kino in einem Gesetz zu verankern (Lobbyinteressen im Bundestag).

Elf medizinische Fachgesellschaften mit 100 unterzeichnenden Professoren die im Aktionsbündnis Nichtraucherschutz organisiert sind haben erneut einen Brief an die Abgeordneten mit der Bitte um umgehende Umsetzung versandt. Es gibt keinen Grund dieses Gesetz, zu dessen Umsetzung sich die Bundesregierung bereits vor elf Jahren verpflichtet hat, weiterhin zu blockieren. Deutschland hat 2005 das ratefizierte Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauches (FCTC), das die WHO verfasst hat, nicht in Gesetze umgesetzt. Damit ist die Bundesrepublik das einzige Land in Europa , das die Außenwerbung noch erlaubt und nimmt international eine „beschämende Aussenseiterrolle“ ein. Die Zigarettenindustrie spricht mit Slogans wie „Don't bei a Maybei“ oder „Do your thing“ besonders die Jungendlichen an, obwohl das per Gesetz seit 1974 verboten ist!

Das längst überfällige Tabakwerbeverbot schützt unsere Kinder und Jugendlichen und erleichtert den Rauchern den Ausstieg. Die Nikotinsucht hat ein größeres Suchtpotential als die Alkoholsucht. Werden Sie aktiv, wenn Sie schneller eine Änderung wollen mit Petitionen, im Aktionsbündnis Nichtraucherschutz, in den Schulen und bei der Stadt.

Pneumonie und kardiovaskuläre Erkrankungen

Auch nach 10 Jahren haben die Menschen die eine schwere Pneumonie durchgemacht haben eine erhöhte Sterblichkeit. Die Pneumokokken sitzen auch in den Zellen im Herzmuskel und führen über Narbenbildung zu Rhythmusstörungen. Aktuell sind wir in Deutschland sehr schlecht in der Anzahl der geimpften Personen. Es fehlt an guter Aufkärung. Wenn die betreuenden Ärzte von der Impfung überzeugt sind lassen sich auch die meisten Patienten impfen. Wir müssen die Pneumokokken Impfung durchführen bei Risikogruppen.

 

  • 80 % der splenektomierten Patienten (bei denen wurde die Milz wegen Unfall oder Erkrankung entfernt ) sind nicht gegen Pneumokokken geimpft. Für diese Patienten bedeutet die schwere Infektion fast immer den Tod – sprechen Sie Freunde, Nachbarn, Familenmitglieder und Kollegen auf dieses wichtige Thema an.

 

  • Angeborene und erworbene Immundefekte oder Immunsuppression wie T-Zell Defekte , B-Zell Defekte, Funktionsstörung von myeloischen Zellen, Immundefizienz bei chronischem Nierenversagen, Leberinsuffizienz, Chemo- oder Strahlentherapie bei Karzinomen, HIV Infektion, vor großen Operationen, vor Transpantationen.

 

  • Chronische Erkrankungen: COPD, Asthma , Lungenfibrose, interstitelle Lungenerkrankung, Emphysem, Asthma, Herzinsuffizienz, Mukoviscidose. KHK, Vorhofflimmern, Hypertonie, Lungenembolien, pulmonale Hypertonie, Stoffwechselerkrankungen, neurologische Erkrankungen.

 

Nachdem es jetzt auch den 13-valenten Konjugatimpfstoff (PCV 13) für Erwachsene ist laut der aktuellen STIKO Empfehlung die sequentielle Impfung mit Prevenar (einmalige Impfung) und dann nach 6–12 Monaten den 23 valenten Polysaccharidimpfstoff  PPSV23 ( Auffrischung alle 6 Jahre )

Denken Sie an die notwenigen Schutzimpfungen – diese schenken Ihnen ein gesundes Weiterleben.

Antibiotikaverbrauch muss radikal reduziert werden

Nach den neuesten weltweiten Daten aus der Forschung und Beobachtung zur Infektiologie nehmen die multiresistenten Keime weltweit dramatisch zu. Bei einem "Weiterso" in unserem Verhalten mit dem Verzehr von Billigfleisch, Milch und Eiern aus industrieller Tierhaltung wird 2050 laut WHO die Todesursache Nr. 1 die Infektionserkrankungen durch Multiresistente Keime sein und die Herz-Kreislauf-Erkrankungen und den Krebs von der vorderen Plätzen verdrängen.

Jeder einzelne Mensch muss sich der Gefahr bewusst sein und durch sein Verhalten die rasante Ausbreitung verhindern. Im Alltag werden 90% aller Antibiotika in der Massentierhaltung eingesetzt und nur 10% in der Humanmedizin. Antibiotika wirken nur gegen Bakterien und nicht gegen Viren.

95% aller Infekte in der kalten Jahreszeit sind viral bedingt.

Allergiker mit Rhino-Konjunktivitis mit und ohne Asthma

Die Studiendaten zur allergenspezifischen Immuntherapie (ASI) sind für die zugelassenen sublingualen Präpararte genauso gut wie für die sucutan gespritzten Präparate. Also gilt für Patienten die compliant und sehr zuverlässig sind: die Gräsertablette mit der täglichen Einnahme über das ganze Jahr mit kurzer Unterbrechung im Winter oder auch die Tropfen für die Frühblüher sensibilisierten Patienten haben den gleich guten Effekt wie die alle 6 Wochen notwenigen Spritzen mit Wartezeit vor der Injektion mit Untersuchung und Lungenfunktion und 30 Min danach.

Für Patienten die einen Etagenwechsel verhindern möchten und sehr zuverlässig sind, ist die sublinguale Immuntherapie sehr komfortabel und effizient.

Gerne beraten wir Sie auch zu Fragen einer Immuntherapie und Maßnahmen zur Stärkung des Immunsystems. Fragen Sie uns!

Hier finden Sie uns

Dr. V. Schrader, Dr. C. Rapf, Dr. M. Niederkorn-Schrader
Kornmarkt 2
90402 Nürnberg

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